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Wie ist der Pontonier Sportverein Dietikon entstanden

Die Sektion Dietikon wurde am 31. Dezember 1909 von einigen Männern, die vorher dem Pontonierfahrverein Zürich angehört hatten, ins Leben gerufen. Trotz eines schweren Unglücksfalles, der sich einige Monate nach der Gründung ereignete, liessen sich die Mitglieder den Mut nicht nehmen. Sie überwanden alle Unannehmlichkeiten und blickten mutvoll in die Zukunft. In den Anfangsjahren fehlte es verständlicherweise an gutem Nachwuchs. Erst später erfreuten sich jüngere Knaben an dieser Art von Wassersport und traten dem Verein bei. 

Bild zur Geschichte 01

In der Folge wuchs die Sektion Dietikon. Das Trainingsgebiet befand sich damals in der Nähe des Dietikoner's Dorfzentrum,  wo die Wasserverhältnisse sowie das Gelände ideal waren. Deshalb erbaute man dort auch ein Vereinshaus, welches wir Depot nennen.  

 

Als in den Jahren 1926 bis 1932 in Wettingen und Dietikon neue Wasserkraftwerke erstellt wurden, welche das Fahrgelände praktisch unbrauchbar machten, war die Enttäuschung sehr gross. Nur mit gutem Verhandlungsgeschick und Durchhaltewillen des Vorstandes war es möglich, dass der Verein zusammengehalten und eine Entschädigung für das nun nutzlose Depot erhalten hat. So konnte man im Jahr 1936 auf dem neuem Fahrgelände, etwas weiter vom alten Depot entfernt, ein neues, recht anspruchsvolles Depot errichten. Die damaligen Land- und Baukosten wurden durch diverse Frondienstarbeiten der Vereinsmitglieder getragen.

Obwohl nicht immer alles rund lief und die jeweiligen Vorstände manchmal Unannehmlichkeiten zu überwinden und Differenzen zu schlichten hatten, wuchs der Verein in erfreulichem Rahmen. Man nahm an allen eidgenössischen Wettkämpfen teil, organisierte Ausflüge, Wasserfeste, Talfahrten sowie Wettfahren, beteiligte sich häufig an solchen und half anderen Dorfvereinen bei der Durchführung von Anlässen.

Im Jahre 1912 wurde das erste Banner angeschafft, dieses ersetzte man 1975 durch eine neue Fahne.

In der Zeit zwischen 1982 - 1984 wurde das Vereinshaus, auf Teilen des alten Grundrisses, neu aufgebaut. Erneut konnte dieses Bauwerk nur Dank den unzähligen Fronarbeitsstunden und dem Einsatzwillen, des damaligen Präsidenten Hans Bohnenblust, ein ehemaliger Stadtpräsident der Stadt Dietikon, und seinem Vorstand erbaut werden.                                                       

                                                                      

Vereinshaus Dietikon

 

Mit einem rauschenden Wasserfest wurde die Einweihung zusammen mit der Bevölkerung des Limmattales gefeiert. 

 

1949 und 1997 fand in Dietikon das eidgenössische Wettfahren statt. 1959 führte man, das Jubiläums-, 1975 ein Fahnenweihe- und 1990 das Rayonwettfahren mit stets grösserer Beteiligung durch. In der Gemeinde beziehungsweise der heutigen Stadt, sowie bei den Dorfvereinen geniesst der Pontonier-Sportverein Dietikon ein erfreuliches Ansehen und findet für seine Leistungen Anerkennung.

Was für einen Stellenwert haben die Pontoniere in der Schweiz

Pontonier ist eher ein unbekannter Sport. Es gibt immerhin 41 Vereine an 5 verschiedenen Flüssen, nämlich Limmat, Linth, Aare, Reuss und Rhein. Aber wen man nicht einen direkten Bezug dazu hat oder noch nie etwas davon gehört hat, kommt man nicht direkt auf diese besondere Sportart. Die Pontoniere sind eine grosse Gesellschaft, die sich immer wieder freut, sich an Wettkämpfen und sonstigen Anlässen zu treffen. Wenn man als Jugendlicher anfängt, findet man leicht Anschluss, weil einmal im Jahr das Jungpontonierlager in Einigen stattfindet. D ort trifft man Jugendliche aus allen Kantonen und Vereine der Schweiz. (ET)

 

Pontonier und Ökologie ist das verträglich?

Meiner Meinung nach ist der Pontonier-Sport sehr verträglich mit der Ökologie, denn diesen Sport betreibt man im Freien auf dem Wasser, mit eigener Muskelkraft und Geschicklichkeit.

Klar kann man auch mit dem Motorboot auf dem See oder Fluss fahren, aber das Kraftmessen steht im Vordergrund.

Die meisten Mitglieder unseres Vereins gehen mit dem Auto ins Training, vor allem aus Zeitgründen. Aber wenn es einigen Mitgliedern möglich ist, trifft man sie mit dem Velo im Vereinshaus an. Im Training selbst ist man ca. 2 Stunden an der frischen Luft und auf dem Fluss und übt sich in Geschicklichkeit und Schnelligkeit. Danach nehmen einige noch eine kleine oder grössere Abkühlung in der Limmat.            

Pontonier Schiffe

 

Zum gemütlichen Ausklang des Trainings treffen sich die Mitglieder auf dem Balkon, genehmigen sich eine Wurst vom Grill und tauschen Neuigkeiten aus.

Fazit: Man ist meistens an der frischen Luft und beschädigt die Luft nicht mit umweltunfreundlichen Abgasen. Das Wasser wird von unserem Sport nicht verschmutzt, höchstens wenn, wir an Wettfahren das Rettungsboot benötigen, oder an anderen Anlässen mit dem Motorboot unterwegs sind, geht dies in die Luft aber im Grossen und Ganzen ist Pontonier sehr verträglich mit der Ökologie.